Ein Problem bei der Fertigstellung
war der Filmschnitt, da wir auf Doppel 8 mm gedreht haben, aber unser Filmbetrachter
nicht mehr voll funktionstüchtig war hatten wir hier erhebliche Probleme
zu bewältigen. Durch die Verbindung von Holger Delfs zum Babelsberger
Studio, lernten wir den schon fast legendär zu nennenden Trickkameramann
Erich Günther kennen, der bekannt für seine Tüfteleien ist
und schon zu DDR-Zeiten viele Geräte zur Filmbearbeitung umgebaut hatte.
Nachdem er von unserem Projekt hörte und auch viele Fotos sah, half er
uns spontan. Jetzt funktioniert unser Betrachter wieder wie neu und der Film
wird zur Zeit auf Schnelligkeit geschnitten, damit er nicht zu Dialog lastig
wird und auch ein gewisses Tempo erhält.
Der Gründe warum überhaupt auf Doppel 8 mm gedreht wurde waren
folgende; der bessere Bildstand (unsere Kamera [BOLEX H 8] war praktisch die
abgespeckte Version der 16 mm Ausführung)
die Möglichkeit Doppelbelichtungen zu machen (war damals bei Super 8
noch nicht gegeben)
dann kam dazu noch der Zeitlupengang (64 Bilder/Sekunde) welcher für
Tricks unumgänglich ist und das 5,5 mm Weitwinkel-Objektiv.
In fast allen Filmen der ehemaligen DDR,
wo Trickaufnahmen benötigten wurden, war Erich Günther der Mann
hinter der Spezialeffektkamera. Selbst heute, im hohen Alter, kann man nicht
ganz auf ihn verzichten. Und so ist Erich Günther immer noch auf dem
Studiogeläde von Babelsberg
anzutreffen.
Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für
seine Hilfe bedanken und wünschen, daß er noch lange der Filmwelt
erhalten bleibt.